Bei einem Onlineshop denken die meisten zuerst an einen ziemlich klassischen Ablauf: Produkt auswählen, in den Warenkorb legen, bezahlen, fertig.
Aber ein Shop kann deutlich mehr.
Denn technisch betrachtet bringt ein Shopsystem bereits vieles mit, was auch für ganz andere Prozesse ziemlich praktisch ist: Nutzerkonten, unterschiedliche Berechtigungen, Budgets, Gutscheine, Bestände, Bestellhistorien und automatisierte Abläufe. Warum also all das nur nutzen, um Produkte an klassische Onlinekunden zu verkaufen? Wir setzen Shops deshalb auch dort ein, wo auf den ersten Blick vielleicht gar kein klassischer Onlineshop benötigt wird.
Werbemittel verwalten statt Excel-Listen pflegen
Kugelschreiber, Broschüren, Messeausstattung, Give-aways oder gebrandete Textilien: Gerade bei Unternehmen mit mehreren Standorten, Abteilungen oder Vertriebsteams kann die Verwaltung von Werbemitteln schnell unübersichtlich werden. Ein interner Werbemittelshop schafft dafür eine zentrale Plattform.
Mitarbeitende sehen, welche Artikel verfügbar sind, können benötigte Mengen selbst bestellen und haben einen direkten Überblick über das Sortiment. Gleichzeitig lassen sich Bestände und Bestellungen zentral nachvollziehen. Je nach Unternehmen können zusätzlich Budgets, Freigaben oder unterschiedliche Berechtigungen hinterlegt werden. Aus einem klassischen Shop wird so ein digitales Werbemittellager. Verkauft werden muss dabei eigentlich gar nichts. Der Shop übernimmt vielmehr die Aufgabe, einen internen Prozess übersichtlich und nachvollziehbar abzubilden.
Die passende Größe? Wählt jeder selbst.
Ähnlich funktioniert das bei Berufs- und Mitarbeiterbekleidung.
Wer schon einmal versucht hat, die Ausstattung eines größeren Teams über Excel-Listen, E-Mails und einzelne Größenabfragen zu organisieren, weiß wahrscheinlich, wohin das führen kann. Ein Mitarbeitershop dreht den Prozess ein Stück weit um: Die Mitarbeitenden wählen ihre benötigte Ausstattung und die passende Größe einfach selbst aus.
Was bereits bestellt wurde? Ist nachvollziehbar. Wie viel eine Person bestellen darf? Lässt sich zum Beispiel über Gutscheine, Budgets oder individuell definierte Regeln steuern. Welche Produkte für wen verfügbar sind? Kann ebenfalls festgelegt werden.
Gerade bei größeren Teams oder mehreren Standorten nimmt das ziemlich viel administrativen Aufwand aus einem Prozess, der ansonsten erstaunlich schnell kompliziert werden kann.
Dass das nicht nur in der Theorie funktioniert, zeigen auch unsere eigenen Projekte. Die Schneider Gruppe nutzt ihren Shop beispielsweise für die Ausstattung ihrer Mitarbeitenden. Statt Bekleidung für jeden Einzelnen zentral zu koordinieren, wird der Bestellprozess digital abgebildet.
Ein etwas anderes Beispiel ist die NINERS Academy. Hier geht es um die hochwertige Ausstattung der Spieler. Der Grundgedanke bleibt aber ähnlich: Ein definierter Personenkreis erhält über einen eigenen Shop Zugriff auf genau die Produkte, die für ihn vorgesehen sind.
Gleiche technische Basis. Zwei ziemlich unterschiedliche Einsatzzwecke.
Mitarbeiterausstattung kann auch Employer Branding
Und ein Mitarbeitershop muss nicht bei klassischer Berufsbekleidung aufhören. Hochwertige Hoodies, Shirts, Jacken oder Accessoires mit dem eigenen Branding können genauso Teil einer modernen Mitarbeiterausstattung werden. Dann geht es nicht mehr ausschließlich darum, notwendige Arbeitskleidung auszugeben, sondern auch darum, die eigene Arbeitgebermarke erlebbar zu machen. Mitarbeitende bekommen nicht einfach irgendein Kleidungsstück in die Hand gedrückt, sondern können aus einer definierten Kollektion selbst auswählen.
Im besten Fall entsteht so Bekleidung, die nicht nur während der Arbeitszeit getragen wird.
Genau hier können wir außerdem einen Vorteil ausspielen, den nicht jede Shopware-Agentur hat. Mit Finzel&Schuck haben wir direkt im eigenen Firmen- und Partnernetzwerk die textile Kompetenz dazu.
Während wir bei ps:dreizehn die technische Plattform und die Prozesse dahinter abbilden, kümmert sich Finzel&Schuck um die passende Ausstattung – von der Produktauswahl über die Veredelung bis zur individuellen Corporate Fashion. Shop und Sortiment müssen dadurch nicht getrennt voneinander gedacht werden.
Und was ist mit den Kunden?
Auch da kann ein Shop mehr als einfach nur verkaufen.
Ein Beispiel dafür sind Loyalitätsprogramme im B2B-Bereich. Geschäftskunden können abhängig von Umsätzen, Aktionen oder anderen definierten Kriterien Punkte oder Guthaben erhalten und diese anschließend über einen eigenen Shop einlösen. Statt des klassischen Produktkatalogs stehen dort beispielsweise Prämien, exklusive Artikel oder andere Benefits zur Verfügung. Der Shop übernimmt dabei wieder vor allem die technische Organisation: Nutzerkonten, Guthaben, unterschiedliche Kundengruppen und Bestellungen laufen an einem zentralen Ort zusammen. Wie das Programm dahinter aufgebaut ist, lässt sich wiederum an das jeweilige Unternehmen und seine Kunden anpassen.
Ein Shop ist am Ende auch nur ein Werkzeug
Okay, ein ziemlich vielseitiges Werkzeug.
Denn viele Funktionen, die wir aus dem klassischen E-Commerce kennen, lassen sich genauso gut für andere Prozesse einsetzen. Bestellen. Verwalten. Berechtigen. Budgets steuern. Bestände überblicken. Prozesse nachvollziehbar machen. Deshalb lautet die Frage für uns manchmal gar nicht:
„Brauchen wir einen Onlineshop?“
Sondern eher:
„Welchen Prozess könnten wir mit einem Shop einfacher machen?“
Die Antwort darauf muss nicht immer „Produkte online verkaufen“ sein. Manchmal ist es das Werbemittellager. Manchmal die Ausstattung von Mitarbeitenden oder Sportlern. Manchmal ein Loyalty-Programm für Geschäftskunden. Und manchmal entsteht daraus eine Idee, an die beim Wort „Onlineshop“ zunächst überhaupt niemand gedacht hat. Du hast einen Bestell-, Verwaltungs- oder Ausstattungsprozess, der heute noch über Listen, E-Mails oder ziemlich viele einzelne Abstimmungen läuft? Lass uns sprechen.
